Geschichte der URANIA 1888–1993

Die Astronomen Professor Wilhelm Foerster und Dr. Max Wilhelm Meyer – unterstützt durch den Industriellen Werner von Siemens – gelten als die Gründungsväter der Berliner URANIA. Die 1888 gegründete Gesellschaft sah sich dem humboldtschen Ideal der naturwissenschaftlichen Bildung für alle Bevölkerungsschichten verpflichtet. Nach dem Berliner Vorbild entstanden weitere URANIA-Gesellschaften in ganz Europa.
Trotz der Namensgebung URANIA, sah sich diese Gesellschaft nicht nur der Astronomie verpflichtet, sondern erhob den Anspruch der Interdisziplinarität.
Durch die Weltwirtschaftskrise 1929/30 schwer angeschlagen, kam es 1933 in Folge des Reichsermächtigungsgesetzes zum Verbot durch die NSDAP. Nach Kriegsende wurde die URANIA in Berlin (West) 1953 wiederbelebt und 1954 in der DDR.
Die URANIA zeigte sich in ihrer Außenwirkung als Bestandteil des Realsozialismus in der DDR und emanzipierte sich davon erst im Rahmen des Herbstes 1989. Ab diesem Zeitpunkt wurden bisher staatlich tabuisierte Umweltfragen innerhalb der URANIA verstärkt diskutiert, was zur Bildung der Sektion Umwelt führte.

Geschichte der Sächsischen Umweltakademie der URANIA e.V.

Zunächst unter dem Dach des Landesverbandes der URANIA Sachsen e.V. agierend, gründete sich das URANIA-Umweltzentrum, welches wenig später unter der Abteilung Umweltakademie firmierte. 1994 erfolgte die Herauslösung der Umweltakademie als eigenständiger Verein, der als Sächsische Umweltakademie der URANIA e.V. seine juristische Eigenständigkeit mit der Eintragung ins Vereinsregister am 01.04.1995 erlangte.
Anfänglich strebte die Umweltakademie zum einen danach, eine klassische Lehreinrichtung und Akademie für Erwachsene zu werden. Zum anderen wollte sie Angebote in der außerschulischen Umweltbildung für Kinder und Jugendliche schaffen, die damals kaum vorhanden waren. Dieses dualistische Ziel verschob sich recht schnell zugunsten der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen – bis heute hat dieser Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit Bestand.

In den Anfangsjahren war der Verein noch in anderen Regionen Sachsens tätig. Seit 2000 bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt konzentrierte er seine Arbeit in Dresden und den angrenzenden Landkreisen.